Laborchemische Analyse von Vitamin D im Blut zur Bestimmung des Vitamin-D-Status.

Vitamin D ist ein fettlösliches „Vitamin“, welches aus Cholesterin endogen synthetisiert wird. Es zeigt aufgrund seines Ursprungs, seiner Synthese sowie seiner Funktionen Verwandtschaft mit Steroidhormonen. Ein Teil des Bedarfs wird mittels photochemischer Synthese von Vitamin D in der Haut gedeckt.

Wanderbewegungen des Menschen von Zentralafrika in den Norden führten zur Aufhellung der Haut und somit zu einer „effektiveren“ Nutzung der UV-Strahlen. Dennoch reicht die Sonnenintensität im Winter in Europa für eine Bedarfsdeckung nicht aus! Die Bildung ist zudem stark abhängig von der draußen verbrachten Zeit, der Tageszeit, der Höhe und des Breitengrads, der Jahreszeit, der Luftverschmutzung, der Art der Kleidung, der Pigmentierung der Haut, des Alters, der Bewölkung und des aufgetragenen Sonnenschutzes (bei dauerhafter Verwendung von LSF 15 ist die Vitamin-D-Produktion um 99,5% reduziert).

In der Eskimo-Studie des Robert-Koch-Institutes und der Uni-Paderborn wurde die Versorgung mit Vitamin D von Kindern untersucht. In der Gruppe der 6-11-jährigen lagen 100% der Probanden unterhalb der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen täglichen Nährstoffzufuhr. Studien an Erwachsenen ergeben ebenfalls eine Unterversorgung mit Vitamin D – insbesondere in den Wintermonaten. Vitamin D spielt nicht nur im Calcium- und Knochen-stoffwechsel eine maßgebliche Rolle. Die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft belegen, dass eine Unterversorgung mit Vitamin D zu Störungen im Immunsystem, zu einem erhöhten Krebsrisiko sowie zu einem erhöhten kardiovaskulären Risiko führen kann.

Das Testset umfasst:

1 Anleitung zur Probengewinnung

2 Lancetten

1 Testbrief

2 Alkohol-Tupfer

1 Fingerkuppenpflaster

1 Garantieschein

1 Probenbegleitschein

1 Versandtasche

Fazit der Vitamin D-Konferenz am 9. April 2011
E
ine Gruppe von 22 nationalen und internationalen Experten hat mit ihren wissenschaftlichen Beiträgen die Konferenz "Vitamin D-Update 2011“ in der Charité in Berlin am 9. April 2011 gestaltet. Sie kommen aufgrund der aktuellen Datenlage zu folgenden Feststellungen:

1. Vitamin D ist die Vorstufe eines in fast allen Körperzellen benötigten Steroidhormons (Calcitriol). Es kann von den Menschen selbst mithilfe der UVB-Strahlen der Sonne in der Haut hergestellt werden. Es wird zwingend für die korrekte Funktion zahlreicher Organe und nicht nur für den Knochenstoffwechsel benötigt.

2. Es besteht ein weltweiter Mangel an Vitamin D, der vorwiegend ausgelöst wird durch die Veränderungen des Lebensstils infolge des technischen Fortschritts. Zusätzlich resultiert in Verbindung mit der Angst vor Hautkrebs ein zu geringer Aufenthalt in der Sonne. Jenseits des 40. Breitengrades (damit auch in Mittel/Nord-Europa, einschließlich Deutschland, sowie in den Neu-England-Staaten der USA und in Kanada) sind die Menschen insbesondere in den Wintermonaten ungenügend mit Vitamin D versorgt, da dort in diesem Zeitraum aufgrund des flachen Einstrahlwinkels der Sonne keine ausreichende UVB-Strahlung zur Vitamin D-Bildung in der Haut die Atmosphäre passieren kann.

3. Eine Fülle von wissenschaftlichen Untersuchungen in den vergangenen 20 Jahren weist darauf hin, dass ein Mangel an Vitamin D wahrscheinlich fast alle chronischen Krankheiten fördert, darunter: Diabetes, Krebs, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen, Nervenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten und Allergien. Die Unterzeichner fordern daher dringend eine Intensivierung der Forschungsarbeit über Vitamin D in den verschiedensten Fachdisziplinen.

4. Die derzeitigen Regelungen zur Versorgung der Bevölkerung werden dem Vitamin-D-Mangel nicht gerecht. Daher ist es erforderlich, die Empfehlungen zur natürlichen und künstlichen Sonnen-exposition zu überarbeiten; so sollte möglichst mittags bei Sonnenhöchststand, gezielt eine große Hautoberfläche (häufig exponierte Stellen dabei schützen) von Frühling bis Herbst an mehr als drei Tagen pro Woche für max. 20 Minuten (Hauttyp beachten!) ausgesetzt werden. Bei weiterer Exposition ist die Haut mit Kleidung oder Sonnencreme zu schützen. Sonnenbrände sind in jedem Fall zu vermeiden!

5. Ferner ist die derzeitig verbindliche Empfehlung für eine Zufuhr von 200 IE Vitamin D pro Tag als Ausgleich für die fehlende Sonnenexposition absolut unzureichend. Eine Verabreichung von 1000-2000 IE täglich (bzw. 7.000 – 14.000 IE /Woche je nach Lebensalter und Körpergewicht) ist insbesondere in den Wintermonaten wünschenswert. Dabei sollte ein Spiegel mindestens 20 ng/ ml im Blut erreicht werden. Amerikanische Wissenschaftler empfehlen sogar einen Zielbereich von 40-60ng/ml, wozu in einer großen Studie bis zu 10000 IE tgl. benötigt wurden. Das amerikanische Institut für Medizin (IOM) gibt als Obergrenze für eine gefahrlose, dauerhafte tägliche Zufuhr 4.000 IE an. Für Kinder ist eine tägliche Zufuhr von 50 IE pro Kg Körpergewicht anzustreben. Stillende Mütter benötigen 6000 IE pro Tag.

6. Die Wissenschaftler fordern die Fachgesellschaften und die Öffentlichkeit auf, diese Erkenntnisse in die entsprechenden Empfehlungen umzusetzen.