Untersuchungsparameter des Florastatus
Mikrobiologische Untersuchung der Darmflora auf Pilze sowie nützliche und
schädliche Bakterien. (quant. bakt. und myk. Stuhluntersuchung: aerobe und
anaerobe Darmflora, Hefen, Schimmelpilze, pH-Wert; inkl. Nachweis vonCl. difficile).


Untersuchungsparameter des Florastatus

  1. Quantitative Bestimmung einer bakteriellen Leitkeimflora bestehend aus drei obligat anaeroben und zehn obligat aeroben bzw. fakultativ-anaeroben  Bakteriengattungen.
  2. Quantitative Bestimmung von Hefen und Schimmelpilzen, inklusive Differenzierung und Prüfung der wichtigsten Pathogenitätsmerkmale
  3. Bestimmung von pH-Wert und Konsistenz
  4. Individuelle Befundbeurteilung

 Indikationen für eine Stuhlfloraanalyse:

  • gastrointestinale Erkrankungen
  • Störungen des Immunsystems (Allergien, Infektanfälligkeit etc.)
  • Verlaufskontrolle nach Antibiotika-Therapie
  • Beurteilung der Ernährungsgewohnheiten

Folgen einer gestörten Mikroflora
Von der Norm abweichende Befunde deuten auf eine gestörte Mikroflora hin, die je nach Schwere der Fehlbesiedlung nicht mehr oder nur noch begrenzt im Stande ist, ihre physiologischen Aufgaben zu erfüllen. Es resultiert eine Störung der mikrobiellen Barriere.
 
Pathogene Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten finden leichter einen Zugang zu Schleimhautrezeptoren, sie können sich schneller vermehren und so unter Umständen endogene Infektionen auslösen.
Ein ausgeprägtes Defizit der anaeroben Florabestandteile kann darüber hinaus zu einer unzureichenden Nährstoffversorgung der Dickdarmschleimhaut führen und durch einen Mangel an kurzkettigen Fettsäuren die Entstehung einer Obstipation begünstigen.
 
Gestörte Mikroflora bewirkt:

  • Schädigung der Darmschleimhaut
  • erhöhte Schleimhaut-Permeabilität (immunologische Überstimulation mit der Folge von Nahrungsmittelallergien, Mikronährstoffdefiziten durch Malabsorption)
  • erhöhte Infektanfälligkeit