Laborchemische Analyse zur Bestimmung der Konzentration des Neurotransmitters Serotonin im Urin zur Beurteilung eines Serotonin-Mangels.


 

Serotonin ist ein biogenes Amin und wird im menschlichen Stoffwechsel in den Blutplättchen, im Magen-Darm-Trakt und in Nervenzellen hergestellt.
Als Botenstoff und Neurotransmitter koordiniert Serotonin Stimmungslage, Appetit, Sexualität, Schlaf, Angst, Temperatur- und Schmerzempfinden. Der Gehalt an Serotonin im Darm kann durch die Ernährung beeinflusst werden und die Aminosäure Tryptophan unterstützt die Bildung von Serotonin im Gehirn über die Zwischenstufe Hydroxy-Tryptophan (5-HTP).
Die Cofaktoren Vitamin B6, Biopterin (gebildet aus Folsäure und Vitamin B12), Magnesium und Eisen verbessern die Serotonin-Synthese.

In der modernen Labordiagnostik wird die Bestimmung von Serotonin im Urin eingesetzt, um einen Mangel an Serotonin im Verhältnis zur bestehenden Symptomatik und weiteren Neurotransmittern und Hormonen (siehe „Neurostress-Profi l) zu analysieren. Insbesondere bei Depressionen und einem Burnout-Syndrom ist der Serotonin-Urintest ein wichtiges Instrument. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für eine individuelle Therapie mit Serotonin-Vorstufen  (L-Tryptophan oder 5-HTP) und den Cofaktoren bei einem analytisch nachgewiesenen Serotonin-Defizit.

Das Testset umfasst:

1 Anleitung zur Probengewinnung

1 Urin-Röhrchen (Monovette), inkl. Etikett und gelber Spritze

1 Urin-Becher

1 Versandgefäß

1 Versandtasche

Serotonin: Botenstoff für das Wohlbefinden
Serotonin ist lebensnotwendig. Es gibt ein Gefühl der Gelassenheit, Ausgeglichenheit, inneren Ruhe und Zufriedenheit. Unter anderem ist es dadurch auch an Appetit und Essverhalten, dem Gefühl der Sättigung und Angstfreiheit beteiligt. Viele Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen. Oft ist ein Mangel an Serotonin dafür verantwortlich.

Ob eine solche Störung vorliegt, zeigt ein einfacher Urintest.
Aufgaben und Vorkommen
Serotonin ist ein Gewebshormon und Gehirnbotenstoff (Neurotransmitter), das unter anderem im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut vorkommt. Es reguliert den Tonus (Spannung) der Blutgefäße und wirkt außerdem auf die Magen-Darm- Tätigkeit und die Signalübertragung im Zentralnervensystem. Der Körper bildet Serotonin aus der Aminosäure Tryptophan. Tryptophan ist eine lebenswichtige Aminosäure und kann vom Menschen nicht selbstständig produziert werden. Sie muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Es gibt Nahrungsmittel, die Serotonin oder Tryptophan vermehrt enthalten.
Ein Serotoninmangel führt häufig zu emotionaler Überempfindlichkeit, Migräneattacken, Lustlosigkeit, Stimmungstiefs und sogar zu aggressivem Verhalten.
Dauerhafte Mangelerscheinungen können zahlreiche psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie, Angst, Appetit- und Schlaflosigkeit sowie Essstörungen fördern.
Mit einem einfachen Urintest kann ein Serotoninmangel schnell erkannt und eine gezielte Therapie er- möglicht werden.

Vielfältige Auswirkungen
Serotonin wirkt auf Erinnerungs- und Lernvermögen, Appetitkontrol- le, psychische Verhaltensweisen, Sexualität, Vorstellungskraft, körperliche Temperaturregelung, Muskelbewegungen, Drüsenfunktionen, Schmerz, Migräneanfälligkeit, Blutdruckverhalten und kardiovaskuläre Funktionen.

Serotonin ist daher auch an unterschiedlichen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Migräne oder Erbrechen beteiligt. Neben Melatonin, das aus Serotonin gebildet wird, ist Serotonin selbst auch für den Schlafrhythmus und zirkadiane und saisonale Rhythmen von Bedeutung.