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Säure / Base

Sauer kann lustig machen, aber leider auch krank. Und zwar immer dann, wenn Ihrem Organismus die nötigen Reserven fehlen, um mit dem heute alltäglichen Überangebot an Säuren fertig zu werden.

Welche Anzeichen für einen gestörten Säure-Basen-Haushalt gibt es? Am Anfang haben Sie das vage Gefühl, dass "etwas mit mir nicht in Ordnung ist".

Hierfür kann es vielfältige Ursachen geben:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • Allergien
  • Migräne
  • Magen - Darm Erkrankung einschl. Sodbrennen
  • Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Durchblutungsstörungen und Krampfadern
  • Karies, Parodontose
  • Haarausfall, Schuppen
  • Osteoporose

Bitte nehmen Sie diese Signale ernst - denn der Übergang zwischen dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt und einer Krankheit, ist fließend.
Die Erfahrung zeigt, dass bei vielen Menschen mit chronischen Beschwerden eine Gewebsübersäuerung vorliegt!
Wenn Ihr Körper derartige Signale sendet, bzw. Sie diese wahrnehmen, dann kann das ein Hinweis darauf sein, dass Ihre körpereigenen Reserven weitgehend aufgebraucht sind.

Was versteht man unter einer Übersäuerung
(latenten Azidose)?

Für die Entstehung einer Übersäuerung/Azidose spielt unsere Ernährung eine entscheidende Rolle. Die Zivilisationsernährung ist geprägt von einem Überfluss an Nahrungsmitteln, die wir sowohl im Übermaß, als auch in sehr unausgewogenen Kombinationen zu uns nehmen. Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Zigaretten, tägliche Fleischmahlzeiten und Süßigkeiten gehören heute zu unserem Alltag. All diese Nahrungsmittel werden in unserem Körper zu Säuren verstoffwechselt.
Begleitet wird dieses "zu viel" mit einem "zu wenig" an Bewegung, frischer Luft und Muße.
Weiterhin sorgen Gärungsprozesse im Darm, Umweltbelastungen und die industrielle Fertigung der Nahrungsmittel mit all ihren Zusatzstoffen für eine weitere Belastung.

Welche Folgen hat eine Übersäuerung?

Die daraus gebildeten Säuren werden im Körper quasi "auf Müllhalde" gelagert, wenn die begrenzte Ausscheidungsfähigkeit überschritten ist. So wird der Körper in zunehmendem Maße in seiner Kompensationsfähigkeit gefordert und erschöpft.

"Säurestau macht sich durch Schmerz bemerkbar - denn die lokale Azidose löst Schmerz aus."

Schlechte Gewohnheiten

Klar ist, dass vieles von dem, was schmeckt und woran unsere Gewohnheiten hängen, d.h. Süßigkeiten, Nikotin, Alkohol, Kaffee aber auch viele Medikamente, zur Übersäuerung beitragen. Gut ist es, wenn sich jemand von allen diesen negativen Faktoren lösen kann. Wer es nicht schafft, muss zum Ausgleich eben etwas mehr für seine Gesundheit tun.

Säure / Base Teil 2

Säureüberschuss?

Es gibt Säuren und es gibt Basen (die auch Laugen genannt werden). Der Volksmund in seiner grenzenlosen Weisheit kennt für diesbezügliche Mangelzustände treffende Ausdrücke:

Jemand ist sauer = zu viel Säuren
Jemand ist ausgelaugt = er hat zu wenig Laugen bzw. Basen, oder anders ausgedrückt, er hat zu viele Säuren im Körper.

Überall da, wo es im Körper weh tut, sei es in den Muskeln, beim Muskelkater oder bei chronischen Magenschmerzen, sind im allgemeinen Säuren am Werk, genauer gesagt ein Säureüberschuss. Säuren sind an sich nicht schlecht, wir brauchen sie für unser Weiterbestehen, es geht mehr um das Gleichgewicht. Vieles spricht dafür, das die chronischen Erkrankungen unserer Zeit, sei es Weichteilrheuma, Migräne, chronische Müdigkeit, Hochdruck, Herzschwäche, Asthma, Darmprobleme, Allergien oder chronische Nebenhöhlenentzündung, ihre Mitursachen in der Übersäuerung haben. Wenn das Säure - Basen - Gleichgewicht nicht stimmt, stimmt auch der ganze Mineralhaushalt nicht mehr.
Somit ist die Säureproblematik ein großes Problem unserer Zeit. Säuren werden über die Atmung, die Nieren, den Darm, die Haut und den Magen ausgeschieden. Wenn jemand ständig trockene Haut mit Hautunreinheiten, oder ständig Sodbrennen und Magenbeschwerden, oder ständig Gelenk und Rückenschmerzen hat, die sich durch verschiedene Therapien nur kurzfristig bessern oder an chronischer Osteoporose leidet, kann eine Übersäuerung vorliegen.

Normalerweise werden Säuren ausgeschieden. Liegt aber eine chronische Überversorgung oder Schwäche der Ausleitungsorgane vor, müssen sie irgendwo abgelagert werden, z.B. in der Haut oder das Bindegewebe oder die Knochen. Wird zuviel in der Haut abgelagert, entstehen chronische Hautkrankheiten, wird zuviel im Bindegewebe abgelagert, entsteht Rheuma oder Gicht, nehmen die Säuren den Weg zu den Knochen, entsteht Osteoporose.
Es spricht vieles dafür, dass auch bei Krebs die Übersäuerung ein wichtige Rolle unter vielen anderen spielt. Viele Menschen haben Probleme mit ihrer Magensäure. Sie nehmen dafür Magenmedikamente, die zudem Nebenwirkungen haben. Auf Dauer ist das der falsche Weg, weil die Bildung der Magensäure für den Körper die letzte Möglichkeit darstellt, sich der Säuren zu entledigen. Nimmt man ihm diese Möglichkeit, indem die Säureproduktion gehemmt wird, werden die Säuren in den Körper zurückgedrängt.

Säurebildende Stoffe:

Nahrungsmittel:

  • Süßigkeiten, gesüßte Getränke, Weißmehlprodukte
  • Fleisch und Fett
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Kohlensaures Mineralwasser
  • bestimmte Konservierungsstoffe

Das Verhältnis der säurebildenden zu den basenbildenden Nahrungsmittel sollte 20 % zu 80 % betragen!

Lebensweise:

  • körperliche Anstrengung
  • Stress, Ärger, Angst

Medikamente:

  • Schmerzmittel
  • individuell zu überprüfende Medikamente

Vergiftungen:

  • Rauchen
  • Umweltgifte
  • Zahngifte

Folgen der Übersäuerung!

Die Veränderung des Säure-Basen-Gleichgewichtes in Richtung sauer zwingt den Körper bei bestimmten Stoffwechselvorgängen, die ein neutrales oder basisches Milieu benötigen, sofort zu reagieren. Ein Großteil der Säuren kann über die Nieren direkt ausgeschieden werden; deren Kapazität ist jedoch begrenzt.
Die Ausscheidung über Lymphe und Haut läuft auf Hochtouren. An sich haben die Schweißdrüsen die Fähigkeit, Säuren gut auszuscheiden. Die Haut ist mit den anfallenden Fluten jedoch schnell überfordert. Es bildet sich ein aus eigenen Ausscheidungen bestehendes saures Milieu. Hier können sich Pilze niederlassen bzw. empfindliche Hautpartien reagieren mit Ausschlägen, Hautirritationen und Hautkrankheiten, deren Herkunft sich oft scheinbar nicht nachvollziehen lässt.

Verätzung

Nach Möglichkeit werden die verbliebenen Säuren in verschiedenen Organen und Geweben deponiert, was allerdings nur für geringe Mengen vorübergehend möglich ist. Bei sehr starken akuten Säureschüben scheitern alle Versuche des Körpers, sich der Säuren zu entledigen, und es kommt zu direkten Verätzungen, schlimmstenfalls zu Zerstörungen von Zellen und Geweben. Entzündliche Prozesse werden ausgelöst und dauerhaft beeinträchtigte Organfunktionen sind die Folge.

Entmineralisierung

Reichen die Möglichkeiten der Säurepufferung und Säureausscheidung nicht mehr aus, so ist der Körper gezwungen, die anfallenden Säuren zu neutralisieren, um die lebensgefährliche Verätzung der Organe zu verhindern. Diese Neutralisierung der Säuren geschieht über den Verzehr von basenbildenden Mineralstoffen. Sind Mineralstoffe im Stoffwechsel nicht ausreichend vorhanden, da sie in der Nahrung fehlen oder über eine unzureichende Darmtätigkeit nicht aufgenommen wurden, muss sich der Körper seiner eigenen Mineralstoffdepots bedienen. Diese werden gemäß ihrer Wichtigkeit für die Körperfunktion nacheinander geleert. Es beginnt bei dem Haarboden, geht weiter mit den Fingernägeln, Gefäßen, Sehnen, Zähnen und endet bei den Knochen. Ein stetiger Mineralstoffverlust führt somit zu einem fortwährenden Verfall unseres Körpers. Unser Körper wird regelrecht "ausgelaugt" und so fühlen wir uns dann auch.

"Verschlackung" ?

Sind die Säuren nun durch Mineralien neutralisiert, d.h. die Säure geht mit der durch das Mineral gebildeten Base eine Verbindung ein, haben wir saure Salze vor uns. Diese schwer löslichen Salze lassen sich schlecht ausscheiden und werden deshalb in verschiedensten Gewebsschichten z.B. Fett- und Bindegewebe und in den Organen deponiert - man spricht auch von Schlacken. Diese Schlacken bewirken, dass das Zellgewebe an Elastizität und Membrandurchlässigkeit verliert, der feste Bestandteil einer Zelle wächst und ihre Funktionalität und Erneuerungsfähigkeit sinkt.
Bei der Einlagerung der Schlacken bedient sich der Körper wieder der Hierarchie, nicht lebensnotwendige Gewebe und Organe zuerst mit Schlacken zu füllen. Zunehmende Verschlackung bildet somit die Grundlage für vielerlei Funktionsstörungen, ist Ausgangspunkt für chronische Leiden und die sich daraus manifestierenden Krankheitsbilder.

 

 
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